Im BMW 6er Cabrio durch das Land der perlenden Bläschen

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Ein rotes BMW 6er ist ein auffallendes Fahrzeug, um die Champagne mit ihren weltbekannten Champagner-Häusen zwischen Reims, Epernay und in Châlons-en-Champagne zu entdecken. Lassen Sie sich inspirieren von guten Adressen und Tipps für passionierte Champagner-Liebhaber, um diese Region richtig kennen zu lernen!

Die Champagne hat keinen fruchtbaren Boden und doch stammt ein Ausnahmewein aus dieser Region, der aus dem Zusammentreffen eines gemäßigten Klimas mit kreidehaltigen, von der Sonne erwärmten Böden und Jahrhunderte altem Wissen entstand. Durch das Ackerland erhielt die Champagne auch ihren Namen, denn Champs bedeutet „Feld“ zu deutsch. Haben Sie gewusst, dass die Champagner Weinberge die am nördlichsten gelegenen Weinberge Frankreichs sind?

Die strengen Herstellungsregeln für den Champagner entstanden im 17. Jahrhundert, als ein Benediktinermönch die Idee hatte, Most aus verschiedenen Lagen zusammenzustellen und in verschlossenen, dickwandigen Glasflaschen gären zu lassen, die dem Druck der Gärung standhalten. So entstand der Champagner, ein prickelnder Zaubertrank, der schnell über die Region hinaus bekannt wurde und heute als das festlichste aller Getränke in allen Gourmet-Restaurants zuhause ist.

Die Fahreigenschaften unseres BMW Cabrio rauben uns auf unserer Tour durch die Champagne den Atem und steigern unsere Begeisterung für das Fahren durch die Weinberge. Dabei bietet seine großzügige Ausstattung auch noch einen guten Reisekomfort.

Der 650i hat 450 PS und kostet mit diversen Sonderwünschen schnell mal mehr als 120.000 Euro. Aus dem Stand erreicht er in 4,9 Sekunden Tempo 100 und fährt Spitze bis zu 250 km/h. Anders als mit einem Ferrari oder Lamborghini wird man nicht ständig angeglotzt und fotografiert.

Während unserer Reise kam es sogar vor, dass wir gar nicht mehr aussteigen, sondern immer nur weiterfahren wollten, um bei offenen Verdeck aus dem mit feinem Leder ausgekleideten Inneren nach draußen auf die berühmte Weinbauregion zu blicken und das fantastische Fahrgefühl zu spüren.

Zwischen Reims, Epernay und in Châlons-en-Champagne befinden sich zahlreiche Champagner-Häuser, die Besucher gegen Voranmeldung gerne gastfreundlich empfangen. Ihre Namen sind weltweit bekannt und jedes der Häuser bietet einen anderen Zugang zu den Geheimnissen des Champagners.

Die Kunst- und Kulturstadt Reims bezaubert vor allem durch ihre architektonischen Reize und hat auch geschmacklich so manches zu bieten. Hier kann man einen entspannten Nachmittag verbringen, indem man durch die Straßen und engen Gassen der Stadt spaziert. Es gibt hier viel zu entdecken, wenn man sich treiben lässt.

In der Kathedrale von Reims, deren 800. Geburtstag 2011 war, wurden acht Jahrhunderte lang die Könige Frankreichs gekrönt. Eine wundervolle Ton-Bild-Schau auf der Fassade der imposanten Kirche, die des UNESCO-Weltkulturerbe ist, nach Einbruch der Dunkelheit zeichnet deren Geschichte mit zahlreichen Krönungen von Kaisern und Königen nach.

Jeanne d’Arc, Frankreichs Lichtfigur, führte die französischen Truppen zu Beginn des 15. Jahrhunderts zum Sieg über die englischen Armeen. Sie gewann die Schlacht von Orléans und brachte den Thronfolger 1429 nach Reims, damit er als Karl VII zum König gekrönt werden konnte. Das trug dazu bei, den hundertjährigen Krieg zu beenden.

Der Zweite Weltkrieg hat in Reims ebenfalls Spuren hinterlassen. Im Collège Moderne et Technique, einem großen Schulgebäude in der Nähe des Bahnhofs, brachte General Eisenhower das Oberkommando der Alliierten Truppen unter. Im so genannten Kriegsraum unterzeichnete Deutschland am 7. Mai 1945 um 14.41 Uhr seine bedingungslose Kapitulation. Damit endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Der Salle de la Réddition (Unterschriftensaal) steht seitdem unter Denkmalschutz.

Zur offiziellen Versöhnungszeremonie zwischen Frankreich und Deutschland am 8. Juli 1962 kamen der französische Präsident Charles de Gaulle und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer nach Reims.

An oberster Stelle jedoch steht der Champagner. Viele berühmte Champagnerhäuser von Weltruf sind hier ansässig, und die großflächigen Weinberge, in denen die Trauben für das prickelnde Getränk wachsen, erstrecken sich südlich von Reims über den Montagne de Reims (Berg von Reims) bis nach Epernay, dem Herzen der Champagneindustrie.

Es können 250 Kilometer an Weinkellern und so genannten „Kreidegängen“, die mehrheitlich aus der galloromanische Zeit stammen, besichtet werden in den prestigeträchtiger Häuser wie Mumm, Pommery oder Taittinger. Vergessen sollte man aber nicht, zur Besichtigung der Weinkeller immer ein warmes Kleidungsstück mit zu nehmen, denn das Thermometer steigt nur selten über 10°C. Dann wird die Tour ein zauberhaftes und zugleich gemütliches Ereignis.

Office de Tourisme de Reims, 2 rue Guillaume de Machault, Reims, Telefon +33 3 26 77 45 00, http://www.reims-tourisme.com

Kürzlich renoviert und erweitert wurde das Best Western Hôtel de la Paix mitten im Herzen von Reims mit 165 Zimmer, Garage und einer Bar im zeitgenössischen Design.

Best Western Hôtel de la Paix , 9 rue Buirette, Reims,Telefon ´+33 3 26 40 04 08, http://www.hotel-lapaix.fr, 165 Zimmer, Garage , DZ ab 130 Euro

Das Restaurant und Hotel Domaine Les Crayères ist ein mythisches Haus diskret in einem sieben Hektar großen, grünen Park gelegen. Die ehemalige Residenz der Familie Polignac verkörpert eine Neugestaltung und Modernisierung des französischen Chateau-Stils. Zimmer und Suiten sind im klassischen französischen Stil. Auch heute kommen Hotelgäste oft für eine oder zwei Übernachtungen, um weiterzufahren, zum Beispiel Richtung Paris.

Das renommierten Feinschmecker-Restaurant Le Parc von Küchenchef Philippe Mille ist für seine köstliche Küche bekannt. Das einmalige kulinarischen Erlebnis und die Weinkarte mit mehr als 600 Champagner-Positionen zieht unter anderem viele Pariser an, die hier ein verlängertes Wochenende genießen.

Domaine Les Crayères, 64 Blvd Henry Vasnier, Reims, Telefon + 33 3 26 24 90 00, E-mail crayeres@relaischateaux.com, http://www.lescrayeres.com, 20 Zimmer, DZ ab 340 Euro, Relais & Châteaux Mitglied seit 1984.

Inmitten des Weinbaugebietes liegt Epernay und ist international als Hauptstadt des Champagners bekannt. Obwohl nur von mittlerer Größe mit 25 000 Einwohner, lebt und atmet die Stadt Champagner.

Ihre berühmteste Straße, die Avenue de Champagne, wird von vornehmen Privathäusern aus dem 19. Jahrhundert im Renaissance-Stil oder im klassischen Stil gesäumt. Hier befinden sich die Firmensitze von Moët et Chandon, Perrier-Jouët, Mercier und De Castellane, gerne ihre Pforten öffnen, um vom einzigartigen Savoir-faire zu erzählen und ihre Weine zur Verkostung anzubieten.

Das wahre Leben spielt sich auch hier im Untergrund ab, nämlich in den zahlreich vorhandenen Kreidekellern. Mehr als 100 km an Galerien, die in den Kreideboden geschürft wurden, beherbergen die Schätze dieser weltberühmten Häuser, mehr als 200 Million Champagnerflaschen.

Nur wer einen der zahlreichen Keller besichtigt hat, kann behaupten, wirklich in der Champagne gewesen zu sein. So ist etwa der Panorama-Aufzug, der ins Gewölbe des Hauses Mercier führt, bereits eine Sehenswürdigkeit für sich.

Champagnerhandel und Champagnerbar in einem ist die C comme. 50 Champagnerhersteller repräsentieren alle Geschmacksrichtungen, die die Region Champagne zu bieten hat. 15 große Champagnerhäuser komplettieren die Auswahl von mehr als 400 verschiedenen Champagnern. Jede Woche werden sechs oder sieben verschiedene Champagner offen, also gläserweise, angeboten. Zusätzlich sind zu bekommen der Ratafia, ein Aperitiv aus Traubensaft und örtlichem Schnaps sowie lokale Spirituosen wie Rosé des Ricyes, Marc und Fine de Champagne.

Comme Champagne de Propriétaires, Epernay, Telefon + 33 3 26 32 09 55, http://www.c-comme.fr, Tourismusbüro Office de Tourisme d’Epernay et sa Région, 7 avenue de Champagne, Epernay, Telefon +33 3 26 53 33 00, http://www.ot-epernay.fr

Nur wenige Minuten von der Hauptstadt des Champagners entfernt, ist die Hostellerie La Briqueterie, ein Paradies des Wohlbefindens und des guten Lebens. Eingebettet in einem prachtvollen, 3 Hektar großen Park, befinden sich die 40 Zimmer und Suiten. Hier ist an alles gedacht, um dem Gast bestmögliche Entspannung bei einem Spaziergang im landschaftlich gestalteten Garten oder bei einer Massage mit ätherischen Ölen im Spa mit beheiztem Innenpool, Jakuzzi, Sauna, und Hammam zu bieten.

Das Gourmet-Restaurant ist einer der Trumpfkarten des Hauses. Vom Tisch oder von der Terrasse aus lädt der Blick auf die Gärten, den Obsthain und den Rosengarten zum Träumen ein, während man auf die genüsslichen Aperitif mit Champagner wartet. Beim Gourmetessen von Chefkoch Thomas Debouzy geht es vor allem um hohe Kochkunst und den Genuss, so etwa bei Tartar von Kaisergranat in Zitrusaromen, dazu natürlich ein Glas Champagner.

Hostellerie La Briqueterie, 4 route de Sezanne, Vinay südlich von Epernay, Telefon + 33 3 26 59 99 99, http://www.labriqueterie.fr, E-mail briqueterie@relaischateaux.com, 40 Zimmer, DZ ab 175 Euro, Relais & Châteaux Mitglied seit 2006

Châlons-en-Champagne ist seit 2007 Ville d’Art et d’Histoire , Kunst- und Kulturstadt, und war schon immer eine bedeutende wirtschaftliche Drehscheibe Nordeuropas. Grund dafür war die strategisch günstige Lage an der Marne und an der Via Agrippa, einem Römerweg, der von Rom bis nach Boulogne-sur-Mer führte.

Die Stadt verdankt seinen Beinamen „Kleines Venedig“ den zahlreichen Wasserläufen und Kanälen, die kreuz und quer durch die Stadt führen. Sowohl das künstlerische als auch das handwerkliche Leben ist hier besonders ausgeprägt mit der Verarbeitung von Steinen sowie der Kreation von Skulpturen und Glasfenstern. Sehenswert auch das Goethe- und Schiller-Museum.

Einen Besuch wert sind auch die drei Gärten, auf die die Châlons stolz ist: der kleine (Petit Jard), große (Grand Jard) und der englische Garten (Jard Anglais).

In der Zone Champagne sind nur drei Rebsorten zugelassen. Der Pinot Noir (dunkle Traube) liefert Aromen roter Früchte, Kraft und Körper, der Pinot Meunier (dunkle Traube) rundet die Assemblagen ab und der Chardonnay (weiße Traube) fördert dank seiner Aromen und seiner wunderbaren Frische eine lange Haltbarkeit. Mit dieser zuletzt genannten Rebsorte alleine stellt man die so genannten Blanc de Blanc Champagner her.

Office de Tourisme de Châlons en Champagne, 3 quai des Art, Chalons-en-Champagne, Telefon +33 3 26 65 17 89, http://www.chalons-tourisme.com

Von der Weintraube zum Champagner!

Wie stellt man es an, um aus dunklen Weintrauben Weißwein herzustellen? Kennen Sie schon die Tricks, wie Sie Ihren Champagner am besten lagern und verkosten? Bevor der Champagner seine feinen Perlen entwickeln kann, durchläuft er einen langen Herstellungsprozess, bei dem viel Geduld und Konsequenz gefragt sind. Nach der Lese, die ausschließlich von Hand erfolgt, werden die Trauben gekeltert, um die Beeren zu brechen, ohne jedoch die Struktur der Traube zu beschädigen.

Dann wird der Traubensaft in Fässer gefüllt und verbleibt dort etwa zwei Wochen lang bei einer Temperatur zwischen 18° und 20 °C für eine erste, so genannte „alkoholische“ Gärung. Natürliche Hefen wandeln den im Traubensaft vorhandenen Zucker in Alkohol und in Kohlendioxid um. Bei der zweiten , „malolaktische“ Gärung, die in der Champagne nicht unbedingt nötig ist, verwandelt sich die Apfelsäure in Milchsäure verwandelt, um die Weine aufzulockern. Jetzt sind die Weine von den letzten vorhandenen Hefen und feinsten Teilchen befreit, die den Geschmack des Weines beeinflussen könnten und werden „stille Weine“ genannt, da sie nicht perlen.

Bei der Assemblage vermischt der Winzer stille Weine aus verschiedenen Jahren, um eine entsprechende Konstanz im Geschmack zu erzielen. Diese subtile Kunst des Mischens bildet die „Handschrift“ eines jeden Champagnerhauses. Lediglich die Jahrgangsweine setzen sich aus den besten Cuvées ein und desselben Jahres zusammen. Wenn die Assemblagen bereit sind, wird der Wein unter Beigabe von Zucker und Hefe in Flaschen gefüllt. Bei dieser zweiten alkoholischen Gärung wird er zum Schaumwein. Zu diesem Zeitpunkt ist die Flasche mit einem Kronkorken verschlossen, der Bidule genannt wird.

Der Champagner muss jetzt liegend rasten, um seine Aromen in mindestens 15 Monaten für den trockenen Champagnern und in 36 Monaten bei den Jahrgangsweinen auszubilden. Nach dem Reifeprozess nimmt der Winzer das Rütteln vor, entweder von Hand oder mechanisch. Dabei wird die Flasche vorsichtig und nach und nach von links nach rechts gedrehten und dabei leicht geschwenkt, damit sie am Ende mit dem Hals nach unten liegt.

Die organischen Depots, die bei der schaumbildenden Zweitgärung entstehen, lagern sich somit langsam im Flaschenhals im Bereich des Bidule ab, während das Gas aufsteigt. Beim Degorgieren werden die Depots, die sich beim Rütteln im Flaschenhals angesammelt haben, ausgestoßen. Der Flaschenhals wird in eine auf -25°C abgekühlte Flüssigkeit getaucht, wodurch die Depots einfrieren. Die Depots und das Bidule werden durch den Druck des Gases ausgestoßen, das beim automatischen Öffnen der Flaschen austritt.

Nun muss nur noch ein Likör auf Zuckerbasis beigegeben werden, um entweder einen halbtrockenen, trockenen oder extra-trockenen Champagner zu erhalten. Danach erhält die Flasche ihren Korkstopfen sowie Kapsel, Drahtkorb und Etikett.

Zur korrekten Lagerung des Champagners sollten die Flaschen liegend an einem kühlen, gut durchlüfteten Ort aufbewahrt werden, der keinem direkten Licht ausgesetzt ist und dessen Luftfeuchtigkeit sich in Grenzen hält. Die Haltbarkeit ist je nach Champagner unterschiedlich.

Unser Fazit

Das Hotel Domaine Les Crayères ist der perfekte Ausgangspunkt, um die Schönheiten der Champagne im BMW 6er Cabrio zu entdecken. Erreichbar ist die Champagne durch gut ausgebaute Autobahnen, von München sind es gute 600 Kilometer, die Anreise per Flugzeug ist am besten über den Flughafen Paris-Charles de Gaulle.

BMW 650i Cabrio

Hubraum 4.395 ccm, 8 Zylinder, Leistung 450 PS bei 5500 U/min , Drehmoment 650 Nm, Hinterradantrieb, 8-Stufen-Automatik, Vmax 250 km/h, Beschleunigung 0–100 km/h in 4,9 s, Leergewicht 2.091 kg, Verbrauch (EU) 8,9 l/100, CO2-Emissionen 208 g/km

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